Das Land NRW hat mitt­ler­wei­le defi­niert, wel­che Groß­ver­an­stal­tun­gen vor­erst bis zum 31. August 2020 unter­sagt sind. In der Coro­na-Schutz­ver­ord­nung sind unter § 11 Abs. 4. Ziff. 5 expli­zit auch Schüt­zen­fes­te genannt und somit untersagt.

Unter gewis­sen Umstän­den kön­nen gemein­nüt­zig wirt­schaf­ten­de Ver­ei­ne Anträ­ge auf staat­li­che Sofort­hil­fe stel­len, auch wenn sie kei­ne Mit­ar­bei­ter haben. Jedoch sen­det der Sauer­län­der Schüt­zen­bun­des einen wich­ti­gen Hin­weis dazu:

Es haben bereits eini­ge Schüt­zen­ver­ei­ne die Coro­na-Sofort­hil­fe in Höhe von ein­ma­lig 9.000 Euro erhal­ten haben. Wich­tigs­te Vor­aus­set­zung dafür sind:

  • der Ver­ein muss einen wirt­schaft­li­chen Geschäfts­be­trieb unter­hal­ten (z. B. lau­fen­de Ver­mie­tung des Schüt­zen­hau­ses oder Schüt­zen­fes­tes in eige­ner Regie)
  • es müs­sen in den drei Mona­ten (Mit­te März — Mit­te Juni) Kos­ten ent­ste­hen, die durch das Nut­zungs­ver­bot von Hal­len oder dem Aus­fall des Schüt­zen­fes­tes  durch behörd­li­ches Ver­bot nicht gedeckt wer­den können

Die Sofort­hil­fe ist als wirt­schaft­li­che Ein­nah­me zu betrach­ten und muss ver­steu­ert (30%) werden!

Die Sofort­hil­fe soll­te auf einem extra Kon­to ein­ge­zahlt und erst bei drin­gen­der Not­wen­dig­keit ange­tas­tet wer­den. Eine Steu­er­prü­fung in den nächs­ten Jah­ren gilt als sicher, die Kos­ten müs­sen genau bezif­fert wer­den und Rest­be­trä­ge sind zurück­zu­zah­len. Daher raten wir, vor Antrags­stel­lung drin­gend einen Steu­er­be­ra­ter hin­zu­zu­zie­hen. Wir wei­sen außer­dem dar­auf hin, dass die Antrags­frist am 31.05.2020 abläuft.

Wir bit­ten um Ver­ständ­nis, dass der SSB und die ange­schlos­sen Kreis­schüt­zen­bün­de für steu­er­li­che und recht­li­che Fra­gen zur Coro­na-Sofort­hil­fe nicht zu Ver­fü­gung ste­hen — bit­te bespre­chen Sie die The­ma­tik mit Ihrem Steuerberater.